Covid-19 (Corona) Häufige Fragen

Distanz bei Corona

Tanzschule Hey DisTanz

Physiotherapie für zu Hause

Ambulante Behandlung von Menschen mit Parkinson in den Zeiten von Corona

Liebe Patientinnen und Patienten!

Als Ihre Ärzte kennen, behandeln und begleiten wir Sie mit ihrer Parkinsonerkrankung in den meisten Fällen bereits über einen langen Zeitraum. In dieser Funktion als niedergelassene Neurologen und Nervenärzte sprechen wir regelmäßig mit Ihnen über Ihren Krankheitsverlauf und Ihre Symptome, wir untersuchen Sie, versorgen Sie mit Medikamenten bzw. Verordnungen für Ihre Therapien und beraten Sie und Ihre Familie in sozialen Fragen.

Daher nehmen wir gerade jetzt die aktuellen Entwicklungen im Rahmen der Corona-Krise mit großer Sorge wahr.

Wir beobachten, dass viele Patienten aus Angst vor Ansteckung vereinbarte Termine in der Praxis nicht wahrnehmen oder geplante Untersuchungen verschieben. Dies kann dazu führen, dass eine Verschlechterung ihrer Erkrankung, neue Symptome oder auch andere gesundheitliche Probleme nicht rechtzeitig erkannt werden. Auch die Notwenigkeit einer stationären Aufnahme oder eine Notfallsituation könnte übersehen werden. Die Sorge vieler Patienten, sich durch eine ambulante oder stationäre Behandlung mit Corona zu infizieren, ist sehr wahrscheinlich der Grund dafür, dass Patienten oft zu spät und in kritischem Gesundheitszustand eine notwendige Behandlung erhalten.

Die Sorge sich mit dem Corona Virus zu infizieren ist verständlich. In Anbetracht der zahlreichen Schutzmaßnahmen, die in Praxen und Kliniken zwischenzeitlich eingeführt wurden, erscheinen dies Ängste aber überzogen.

In unseren Praxen haben wir dafür Sorge getragen, dass Sie ohne ein wesentlich erhöhtes Infektionsrisiko weiterhin behandelt werden können. Die ergriffenen Maßnahmen orientieren sich unter Berücksichtigung der örtlichen Gegebenheiten und nach Ermessen des verantwortlichen Praxisinhabers an den Vorgaben und Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes, der jeweils zuständigen Kassenärztlichen Vereinigung und überregional an den Empfehlungen der nervenärztlichen Berufsverbände (BVDN und BDN).

Als besonders der Versorgungsqualität im niedergelassenen nervenärztlichen Bereich mit dem Schwerpunkt auf chronisch-neurologische Erkrankungen (v.a. Parkinson-Erkrankungen) verpflichteter Verband (QUANUP e.V.) möchten wir Sie deshalb ermutigen, notwendige Behandlungen nicht aufzuschieben, sondern in Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt auch durchzuführen.

Aus diesem Grund haben wir für Sie wichtige Kriterien zusammengestellt, die über einen wirksamen Infektionsschutz einen sicheren Praxisbesuch ermöglichen können. Darüber hinaus gibt diese Zusammenstellung einen kurzen Überblick, wie Sie möglicherweise mit Ihren Behandlern in Kontakt treten können, wenn im Falle eines gesundheitlichen Problems oder bei Schwierigkeiten bei der Anfahrt der Praxisbesuch unerwartet nicht möglich sein sollte.

Bitte beachten Sie, dass aufgrund der dynamischen Entwicklung fortlaufende Anpassungen not-wendig sind. Die hier aufgeführten Hinweise basieren auf dem Wissensstand von Anfang Mai 2020.
Wir möchten nochmal betonen, dass nicht alle Kriterien gleichzeitig erfüllt werden können und die Auswahl der Schutzmaßnahmen jeweils an die regionale Situation und die Besonderheiten in jeder Praxis angepasst werden müssen.

Besonders wichtig! Schützen Sie sich und ihre Mitpatientinnen und -patienten aktiv vor Ansteckung!

Wenn Verdachtsmomente für eine Corona-Infektion bestehen (Symptome wie Fieber, trockener Husten oder Atemprobleme) , oder Sie aus einem Haushalt mit erkrankten oder in Quarantäne befindlichen Personen kommen, dann informieren Sie Ihre Praxis und bitten darum den Termin zu verschieben und informieren Sie auch umgehend Ihren Hausarzt sowie ggf. den zuständigen kassenärztlichen Notdienst im Verdachtsfall auf eine COVID-19-Erkrankung.

Welche Hygienemaßnahmen können sinnvoll und effektiv und sicher Ihren Praxisbesuch begleiten?

Bisher ist es keine Pflicht, bei dem Praxisbesuch eine Schutzmaske (MNS) zu tragen. Um Sie, Ihre Mitpatientinnen und -patienten sowie das Praxispersonal zu schützen, kann es aber sehr sinnvoll sein -wie bei Ihrem Einkauf oder Fahrten in öffentlichen Verkehrsmitteln- eine Schutzmaske zu tragen. Wir würden dies auch für Ihren Praxisbesuch empfehlen. Das Praxispersonal wird -insbesondere, wenn es im Rahmen von Untersuchungen nicht möglich ist den gebotenen Sicherheitsabstand von 1,5 Metern einzuhalten- sowie sich und Sie durch das Tragen einer Maske (MNS oder FFP-Maske) zu schützen (s.u.). Die übrigen Hygienemaßnahmen wie regelmäßiges Händewaschen, Hände-desinfektion und ggf. das Tragen von Handschuhen bei bestimmten Maßnahmen sind ebenso wie die Reinigungsmaßnahmen des Inventars selbstverständlich. Hier orientiert sich das Praxispersonal ohnehin an die geltenden Hygienerichtlinien und Arbeitsschutzmaßnahmen.

Bitte beachten Sie, dass die Abstandsregel auch beim Tragen eines MNS eingehalten werden muss.

Masken (Mund-Nasen-Schutz, NMS, FFP-Masken)

Das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes (medizinische Maske, ggfs. auch genähte Stoffmaske) bremst die Verbreitung von Aerosolen (Mikro-Tröpfchen) beim Sprechen und Husten. Das Tragen der Maske schützt also nicht den Träger, sondern die Personen in seiner Umgebung.
Anders ist dies bei den sogenannten FFP (-2 oder -3) -Masken, die eine Filterfunktion für Feinpartikel haben. Diese Masken schützen Sie und Ihre Umgebung. Aufgrund einer derzeitigen Verknappung dieser Masken, werden sie derzeit nur für medizinisches Personal in besonderen Situationen (z.B. Umgang mit SARS-CoV 2-Infizierten, u.a. auf Intensivstationen) eingesetzt.

Oben bereits erwähnte zusätzliche Maßnahmen sind das regelmäßige Waschen bzw. Desinfizieren der Hände, Vermeiden des Berührens der Mundpartie, gründliches Lüften der Räume. Ausführliche Hinweise finden Sie z.B. unter https://www.kbv.de/media/sp/Patienteninfo_Coronavirus.pdf

Gehören Parkinson-Patienten zu der Risikogruppe?

Die Tatsache an einer Parkinson-Erkrankung zu leiden führt nach derzeitigem Wissensstand nicht zu einem erhöhten Risiko sich anzustecken oder einen komplizierten Verlauf zu entwickeln. Da jedoch ein höheres Lebensalter (>65 Jahre) zu einem erhöhten Risiko für einen komplizierteren Verlauf führt und die Mehrzahl der an Parkinson erkrankten Menschen statistisch zu dieser Altersgruppe gehören, sollten Sie -wie andere Menschen dieser Altersgruppe auch- besonders auf sich aufpassen. Darüber hinaus gehören Menschen mit vielen Begleiterkrankungen (insbesondere mit Diabetes, Lungen- und Herz-Kreislauferkrankungen, Krebserkrankungen und Menschen mit einer erworbenen oder behandlungsbedingten Immunschwäche etc.) zu einer Gruppe mit erhöhtem Risiko. Prüfen Sie dies ggf. und besprechen dies ggf. telefonisch oder auf einem der anderen u.g. Wege mit Ihrem behandelnden Arzt. Er kennt Sie gut und kann eine individuelle Empfehlung und ggf. Maßnahmen für Ihren Praxisbesuch mit Ihnen absprechen.

Vor dem Praxisbesuch

Reisen Sie sicher an und kommen Sie möglichst pünktlich zu ihrem Termin. Ihr Arzt wird die Terminvergabe nach Möglichkeit so organisieren, dass die Hygienevorgaben (Sicherheitsabstände etc.) gut eingehalten werden können. Es ist sicherlich sinnvoll auf die Abstände und eine ausreichende Belüftung der Räumlichkeiten (z.B. im Wartezimmer) zu achten.

Wenn ein Klinikaufenthalt notwendig ist

In diesem Fall wird ihr behandelnder Arzt ohnehin die für den stationären Aufenthalt relevanten Aspekte mit Ihnen besprechen. Beachten Sie bitte auch die wichtigen Informationen zu Ihrem geplanten Klinikaufenthalt unter dem Menüpunkt: „Stationäre Behandlung von Menschen mit Parkinson in den Zeiten von Corona“ auf dieser Homepage.

Gibt es Engpässe in der Medikamentenversorgung?

Bereits Ende des vergangenen Jahres gab es einige Engpässe in der Versorgung mit einzelnen Medikamenten, die nicht auf die Corona (SARS-CoV 2)- Epidemie zurückzuführen waren. Sie haben das sicherlich von vereinzelten Betroffenen bzw. aus der Presse gehört. Diese sind unserer Kenntnis nach weitgehend behoben. Nach derzeitigem Kenntnisstand und den eigenen Erfahrungen sind im Moment keine Engpässe zu erwarten oder abzusehen. Wichtig erscheint in diesem Zusammenhang der Hinweis nur die wirklich aktuelle benötigte Menge an Medikamenten verordnen zu lassen, um nicht künstlich entstandene Engpässe zu provozieren (z.B. wie bei einigen Hygieneartikeln oder Lebensmitteln). Sie und Ihr Arzt haben in der Regel eine gute Erfahrung darin, wie viele Medikamente sie bis zum nächsten Arztbesuch benötigen.

Um Sie wieder erwarten, rechtzeitig und umfassend auf mögliche Lieferengpässe hinzuweisen, steht Ihnen auf dieser Homepage ein Link (https://www.parkinson-vereinigung.de/files/rg-bundesverband-e-v/Grafiken%202020/Kritische_Fragen_zu_Lieferengpässen_als_strukturelle_Erscheinung.pdf) zur Verfügung. Die dargestellte Liste und die dort hinterlegten Informationen können mit dazu beitragen, dass Sie sich möglicherweise rechtzeitig auf die jeweilige Situation einstellen, oder aber in Absprache mit Ihrem Arzt eine medikamentöse Umstellung vornehmen können.

Wie sieht es mit aktivierenden Therapien aus. Kann oder darf ich diese wie gewohnt wahrnehmen?

Aktivierende Therapien (Physiotherapie, Logopädie oder Ergotherapie) gehören -je nach Symptom-konstellation und Krankheitsstadium zur Standardtherapie bei M. Parkinson und sollten auf jeden Fall fortgeführt werden. Die Kosten dafür werden bei sachgemäßer Verordnung auch weiterhin von Ihrer Krankenkasse übernommen. Auch bei dem Besuch bei Ihrem Therapeuten gelten die gleichen Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen wie in vielen anderen Situationen des täglichen Lebens. Achten Sie hierbei soweit möglich auf die konsequente Einhaltung dieser Maßnahmen. Manche Therapien mit engerem Kontakt erfordern unter Umständen spezielle Schutzmaßnahmen (z.B. Handschuhe und Mundschutz bei physio- oder ergotherapeutischer Behandlung oder Tragen eines Visiers während der logopädischen Behandlung). Eine besonders sorgfältige Beachtung aller Vorsichtsmaßnahmen ist bei Patienten mit erhöhtem Risiko für einen komplizierten Verlauf einer Corona-Infektion (s.o.) erforderlich. Aber auch hier gilt der o.g. Grundsatz, dass der Verzicht auf die Therapie aus Sorge vor einer SARS-CoV 2-Infektion möglicherweise mehr Schaden anrichten kann als das eigentliche Infektionsrisiko.

Für dringend erforderliche aktivierende Therapien, z.B. für Physiotherapie haben vier maßgebliche Verbände gemeinsam eine Internet-Plattform konfiguriert, die Patienten, aber auch Ärzten und Kliniken ermöglichen soll, mit Hilfe einer Postleitzahlen-Suche eine Behandlung in Wohnortnähe in Anspruch nehmen zu können. Zu einer Verfahrensweise bei gewünschten Hausbesuchen wird jedoch hier keine Stellung genommen. Eine gute Übersicht findet sich auch unter: www.physiotherapeuten-notdienst.de

Welche Alternativen zu einem persönlichen Besuch des Arztes oder Therapeuten sind in besonderen Fällen möglich?

Zahlreiche Arztpraxen haben kurzfristig die Möglichkeit einer Online-Videosprechstunde geschaffen. Uns ist klar, dass dies gewisse Anforderungen an Sie und an Ihre technische Ausstattung Zuhause stellt. Idealerweise benötigen Sie dazu einen PC (bzw. Laptop oder Tablet) mit eingebautem und aktiviertem Mikrophon und einer aktivierten Kamera. In vielen Fällen reicht aber auch ein Smart-Phone. Möglicherweise können Ihnen auch Freunde oder Familienangehörige bei der Vorbereitung unter Beachtung der Hygienemaßnahmen helfen. Sprechen Sie Ihren behandelnden Arzt auf die Möglichkeit von Videosprechstunden an.

Falls Sie keine Videosprechstunde durchführen können, wäre alternativ auch eine Telefonsprechstunde mit Ihrem behandelnden Arzt möglich. Eine telefonische Rücksprache kann im günstigsten Fall bei stabilem Behandlungsverlauf einen persönlichen Kontakt überflüssig machen oder kann helfen, Behandlungsprobleme frühzeitig aufdecken und dann weitere Maßnahmen einzuleiten.

Fazit

Wir möchten Ihnen mit diesen Hinweisen gerne Mut machen, notwendige Behandlungen Ihrer Parkinson Erkrankung auch in Zeiten der Corona Pandemie durchführen zu lassen. Praxen und Kliniken haben zahlreiche Schutzmaßnahmen ergriffen, die ein mögliches Infektionsrisiko ausgesprochen gering halten.

Die Sorge vor einer COVID-19-Erkrankung und die damit verbundene Verschiebung oder Vermeidung nötiger ärztlicher Behandlungen verursacht möglicherweise schlimmere Gesundheitsgefahren als die potenzielle Infektionsgefahr.

Wenn ein persönlicher Arztbesuch tatsächlich nicht sinnvoll erscheint oder einmal nicht möglich sein sollte, dann sprechen Sie mit Ihrem Arzt um alternative Möglichkeiten (Videosprechstunde, Telefonsprechstunde) zu nutzen.

Bleiben Sie bestmöglich gesund!

Ihr

Verband für Qualitätsentwicklung in Neurologie und Psychiatrie (QUANUP) e.V.

Stellvertretend Dr. Ingmar Wellach und Dr. med. Dipl. psych. Heinz Herbst (Vorstand QUANUP e.V.)

Quanup

Stationäre Behandlung von Menschen mit Parkinson in den Zeiten von Corona

Seit Anfang März hat die Corona-Krise fast alle Bereiche unseres täglichen Lebens verändert. Besonders trifft dies auf die Gesundheitsversorgung zu, die an die besonderen Bedingungen der Corona-Pandemie angepasst werden muss. Corona-Ausbrüche in Pflegeeinrichtungen und Kliniken haben deutlich gemacht, dass in solchen Einrichtungen besondere Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden sollten.

Was bedeutet dies für die Versorgung von Menschen mit Parkinson in Fachkliniken und neurologischen Abteilungen? Wir haben uns bemüht, für Sie wichtige Kriterien zusammenzustellen, die einen wirksamen Infektionsschutz unterstützen können.

Bitte beachten Sie, dass aufgrund der dynamischen Entwicklung fortlaufende Anpassungen notwendig sind. Die hier aufgeführten Hinweise basieren auf dem Wissensstand von Ende Juli 2020.

Wichtig: nicht alle Kriterien können gleichzeitig erfüllt werden und die Auswahl der Schutzmaßnahmen muss jeweils an die regionale Situation und die Besonderheiten in jeder Klinik angepasst werden.

Vor der stationären Aufnahme:

Gibt es spezielle Regeln in Ihrer Klinik ?

Erkundigen Sie sich vor der Aufnahme, ob wegen der Corona-Pandemie besondere Maßnahmen in der Klinik zu beachten sind (zum Beispiel strengere Besuchs- und Ausgangsregelungen, Maskenpflicht).

Bestehen Verdachtsmomente für eine Corona-Infektion ?

Wenn Sie unter grippalen Symptomen (Fieber, Husten, Krankheitsgefühl) leiden oder in den letzten 14 Tagen Kontakt zu Corona-infizierten Personen hatten, sollten Sie dringend die Klinik vor der Aufnahme informieren.

Bei der Aufnahme in der Klinik

Corona-Testung bei Krankenhausaufnahme ?

In einige Kliniken wird routinemäßig oder bei Patienten mit bestimmter Risikokonstellation ein Rachen-Abstrich auf Corona-Infektion bei der stationären Aufnahme abgenommen. Dies ist dann häufig mit einer besonderen Unterbringung verbunden (Einzelzimmer und / oder Aufnahmestation) sowie dem Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes (MNS). Teilweise muss bis zum Vorliegen des Ergebnisses (meist 1-2 Tage) eine Beschränkung des Bewegungsspielraums (kein Verlassen des eigenen Zimmers, reduziertes Therapieangebot) erfolgen.

Während des stationären Aufenthaltes

Erfolgen Informationen zum Infektionsschutz für Personal und Patienten ?

Intensive und fortlaufende Schulung von Personal und Patienten zu Abstands- und Hygieneregeln sind derzeit in allen Kliniken unbedingt durchzuführen.

Welche persönlichen Schutzmaßnahmen sind möglich ?

Das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes (medizinische Maske, ggfs. auch genähte Stoffmaske) bremst die Verbreitung von Aerosolen (Mikro-Tröpfchen) beim Sprechen und Husten. Das Tragen der Maske schützt also nicht den Träger, sondern die Personen in seiner Umgebung. Manche Kliniken empfehlen das Tragen eines MNS sowohl für ihr Personal als auch für Patienten.

Bitte beachten Sie, dass die Abstandsregel auch beim Tragen eines MNS eingehalten werden muss.

Weitere Wichtige Maßnahmen sind das regelmäßige Waschen bzw. Desinfizieren der Hände, Vermeiden des Berührens der Mundpartie, gründliches Lüften der Räume. Ausführliche Hinweise finden Sie z.B. unter https://www.kbv.de/media/sp/Patienteninfo_Coronavirus.pdf

Welche Maßnahmen zur Unterbringung sind möglich ?

Bei unbekanntem Corona-Status kann eine Einzelzimmerunterbringung erfolgen. Ist bei allen Zimmernachbarn ein (negativer) Corona-Test erfolgt, ist auch ein Mehrbettzimmer vertretbar. Die Einnahme von Mahlzeiten kann im Zimmer erfolgen. Einige Kliniken erlauben auch das Essen in Gemeinschaftsräumen bei Wahrung des Sicherheitsabstands.

Gibt es spezifische Änderungen im Ablauf der Behandlung ?

Gruppentherapien sind nur möglich, wenn die Abstandsregeln eingehalten werden können. Manche Therapien mit engerem Kontakt erfordern spezielle Schutzmaßnahmen (z.B. Tragen eines Visiers während der logopädischen Behandlung). Eine besonders sorgfältige Beachtung aller Vorsichtsmaßnahmen ist bei Patienten mit erhöhtem Risiko für einen komplizierten Verlauf nach Corona-Infektion (hohes Alter, Multimorbidität, Immunsuppression) notwendig.

Welche Besuchsregeln sind notwendig ?

Generell haben fast alle Kliniken starke Einschränkungen der Besuchsregeln erlassen. Bitte halten Sie sich an die Vorgaben der Klinik. Treffen mit Besuchern außerhalb des Stationsbereichs sollten nur mit Zustimmung des Klinikpersonals erfolgen.

Bei welchen Beschwerden muss ich das Klinikpersonal informieren ?

Wenn Sie während eine Klinikaufenthaltes Symptome einer Erkältung entwickeln (Fieber, Husten, Krankheitsgefühl) sollten Sie umgehend das medizinische Personal informieren. Einige Kliniken führen routinemäßig regelmäßige Fiebermessungen bei allen Patienten durch.

 

Georg Ebersbach, Andres Ceballos-Baumann, Björn Hauptmann, Claudia Trenkwalder, David Weise

 

Versorgungssituation und ein neuer Ratgeber

Berlin, 30. März 2020 – Die Deutsche Gesellschaft für Parkinson und Bewegungsstörungen e.V. (DPG) hat auf ihrer Internetseite umfangreiche aktuelle Informationen für Parkinson-Patienten und ihre Angehörigen in der Coronakrise veröffentlicht. Schlagartig hat die Pandemie mit Kontaktverboten, Ausgangsbeschränkungen und limitierten Praxis- und Klinikterminen die Situation von Parkinson-Patienten verändert. Ausgerechnet Bewegungstraining, soziale Kontakte oder Therapiekontrollen beim Arzt sind integrale Bestandteile der Behandlung. Außerdem hat die DPG eine Blitzumfrage unter 20 Parkinson-Zentren durchgeführt. Das Ergebnis: Die Versorgungssituation ist wie überall zwar eingeschränkt, aber „akute Probleme werden zuverlässig versorgt“, so Professor Günter Höglinger, Erster Vorsitzender der medizinischen Fachgesellschaft. Dabei hat sich ein Trend herausgestellt: Die Coronakrise beschleunigt auch in Parkinson-Einrichtungen massiv die Einführung von Telefon- und Videosprechstunden.

Terminhinweis: Am 11. April ist Welt-Parkinson-Tag, der das öffentliche Bewusstsein für die Parkinson-Erkrankung und die Bedürfnisse der bis zu 400.000 Parkinson-Patienten in Deutschland schärfen soll.

„Die medizinische Versorgung von Parkinson-Patienten ist auch in der Coronakrise grundsätzlich gesichert, aber natürlich mit Einschränkungen wie derzeit in allen medizinischen Einrichtungen“, fasst Professor Höglinger die Situation an den Parkinson-Zentren zusammen. Die DPG-Umfrage unter Kliniken und Spezialambulanzen habe gezeigt, dass sich alle auf die außergewöhnlichen Umstände eingerichtet haben. „Zwar muss der Patientenverkehr in den Krankenhäusern aus Gründen des Infektionsschutzes weitgehend reduziert werden, doch alle akuten Problemfälle werden zuverlässig versorgt. Weiterhin werden neue Versorgungsangebote wie Telefonsprechstunden und telemedizinische Sprechstunden eingerichtet – wie auch an meiner Klinik“, so Höglinger, Direktor der Neurologischen Klinik an der Medizinischen Hochschule Hannover. Als Akutfälle gelten etwa begleitende Infekte, akinetische Krisen, Psychosen, notwendige Einstellungen von Medikamentenpumpen oder „Hirnschrittmacher“ bei Patienten mit Tiefer Hirnstimulation.

Zahlreiche Telefon- und Videosprechstunden eingerichtet

„Wir haben aus Gründen des Infektionsschutzes alle stationären Fälle, bei denen es möglich war, entlassen und haben unsere Sprechstunde in der Klinik beendet“, erzählt zum Beispiel Professorin Claudia Trenkwalder aus Kassel. „Dafür haben wir eine neue Videosprechstunde eingerichtet.“ „Patienten sollten jetzt unbedingt nach Telefon- oder Videosprechstunden fragen, wenn sie keinen Präsenztermin erhalten“, rät Professor Alexander Storch von der neurologischen Universitätsklinik in Rostock. Die Parkinsonklinik Beelitz leistet kollegiale Hilfe und bietet Praxen mit Parkinson-Patienten neurologische Unterstützung per Video an, berichtet Professor Georg Ebersbach.

Sind Parkinson-Patienten gefährdeter als andere?

Die Experten gehen davon aus, dass Parkinson-Patienten wegen ihrer Erkrankung kein erhöhtes Infektionsrisiko haben. „Wenn aber weitere altersbedingte Begleiterkrankungen wie z.B. Bluthochdruck, Diabetes mellitus oder Lungenkrankheiten bestehen, kann es bei Parkinson-Patienten mit einer Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus zu Komplikationen kommen“, erklärt Höglinger. Deshalb habe der Infektionsschutz eine sehr hohe Priorität. Die bekannten Regeln sollten in jedem Fall ernst genommen werden. „Die geringen SARS-CoV-2-Infektionsraten z.B. in Japan zeigen eindrucksvoll, dass die von unserer Bundesregierung empfohlenen Maßnahmen wie räumliche Distanz und Hygiene im Alltag sehr wirkungsvoll die Ausbreitung des Virus unterbinden können“, so Höglinger.

Die DPG rät außerdem älteren Parkinson-Patienten zu einer Influenza- und Pneumokokken-Impfung, um eine Doppelinfektion zu vermeiden.

Patientenratgeber veröffentlicht

Die vielen Parkinson-Patienten und ihre Angehörigen stehen jetzt vor zahlreichen Herausforderungen und Fragen, die von der DPG mit einem Patientenratgeber beantwortet werden.

Fragen und Antworten (FAQ)

1. Werden weiterhin Begutachtungen zur Feststellung der Pflegebedürftigkeit durch den MDS/MDK erfolgen?


MDS und MDK haben in einer Pressemitteilung mitgeteilt, dass zum Schutz der pflegebe-dürftigen und vorerkrankten Menschen ab sofort (18.3.2020) keine persönlichen Begut-achtungn in Pfegeheimen und in eigener Häuslichkeit zur Feststellung der Pflegebedürf-tigkeit erfolgen. Stattdessen werden die Medizinischen Dienste die Einstufung in Pflege-grade auf Basis der bereits vorliegenden Informationen und eines ergänzenden Telefonats mit den Pflegebedürftigen bzw. ihren Bezugspersonen vornehmen.
Auch der medizinische Dienst der PKV MEDICPROOF verzichtet bei der Begutachtung von Antragstellern/innen ab sofort auf jegliche Inaugenscheinnahme vor Ort. Anträge auf Pflegeleistungen und z.B. auch Höherstufungsanträge im stationären Bereich werden na-türlich trotzdem weiter bearbeitet. Um zu validen Einstufungen zu kommen, werden die Einrichtungen möglicherweise etwas häufiger als bisher um Informationen aus den Pfle-gedokumentationen gebeten. Es wird digital begutachtet, d.h. auf Basis von Unterlagen sowie ggf. zusätzlichen Telefonaten.


2.) Ich muss meine geplanten Veranstaltungen absagen. Wie gehe ich mit den anfallenden Stornierungskosten um?

Bitte klären Sie zunächst, welche Stornierungskosten konkret anfallen werden. Im Falle, dass der Anbieter des Veranstaltungsortes den gebuchten Termin absagt, fallen z. B. keine Stornierungsgebühren an. Anschließend wenden Sie sich schnellstmöglich an Ihren Geld­ geber bzw. Förderer und erfragen dort, wie mit den anfallenden Stornokosten verfahren werden kann. Auch im Falle, dass sich der Anteil der einzubringenden Eigenmittel auf­ grund des Wegfalls von Teilnehmergebühren o.ä. reduziert, sollte mit dem Geldgeber Rücksprache gehalten werden.

© Der Paritätische Gesamtverband. Alle Rechte vorbehalten.

3.) Welche Hilfsmittel helfen mir mich zu schützen?

Das Gerät ermöglicht eine Bereitstellung der Medikamente mit der geringsten Anzahl an notwendigen Kontakten. Damit lässt sich die Ansteckungsgefahr mit dem Corona-Virus um ein Erhebliches reduzieren. Eine ambulant betreute Person empfängt pro Woche - nur wegen der Medikamentengabe - durchschnittlich etwa 14-mal eine mobile Krankenschwester / Pfleger. Die gleiche Person mit dem Tablettenspender könnte diese Kontaktanzahl auf 1-2 Besuche pro Woche verringern.

Video-Sprechstunde für Parkinsonpatienten

Fachärzte-Team der Paracelsus-Elena-Klinik in Kassel steht Patienten am Bildschirm zur Verfügung

Osnabrück, 03. April 2020 Eine bundesweite Videosprechsunde für Parkinsonpatienten bieten die Fachärzte der Paracelsus-Elena-Klinik an, um so ihren Patienten auch in Zeiten der Corona-Pandemie zur Verfügung zu stehen. Nach Überweisung des zuständigen Neurologen können Patienten einen Termin in der virtuellen Sprechstunde wahrnehmen – videounterstützt und per Handy oder Computer nutzbar.

Seit die Paracelsus-Elena-Klinik als Deutschlands renommierteste Fachklinik für die Behandlung von Parkinson-Patienten ihren stationären Klinikbetrieb Mitte März eingestellt hat, haben Parkinson-Patienten derzeit keine Möglichkeit, eine stationäre Parkinsonbehandlung zu erhalten. Fundamental bei der Behandlung von Parkinson-Patienten ist eine engmaschige Kontrolle, eine sehr gute medikamentöse Einstellung und eine Anpassung des Lebensstils, um Symptome wie Steifigkeit, Zittern oder Gangprobleme zu lindern. “Mit dem Angebot einer Videosprechstunde möchten wir betroffenen Patienten die Möglichkeit geben, auch in der häuslichen Isolation oder gar Quarantäne eine fachärztliche Beratung und Begleitung zu erhalten“, erklärt Prof. Dr. Claudia Trenkwalder die digitale Sprechstunde.

Nur der behandelnde Neurologe am Heimatort kann den Patienten für diese virtuelle Sprechstunde mittels Kamera und Mikrofon anmelden. Der Überweisungsschein kann per Fax unter der Nummer 0561-6009-126 an die Klinik geschickt werden. Nach der Terminvereinbarung bekommen Patienten einen Zugangslink per SMS oder Email geschickt. Die Sprechstunden werden abgehalten von Chefärztin Prof. Dr. Claudia Trenkwalder und den beiden Oberärztinnen Prof. Dr. Brit Mollenhauer und Priv.-Doz. Dr. Friederike Sixel-Döring.

Die renommierte Chefärztin der neurologischen Fachklinik Prof. Trenkwalder hatte vorausschauend zu einem sehr frühen Zeitpunkt auf die Ausbreitung des Virus SARS-CoV-2 reagiert und bereits Anfang März einen totalen Besucherstopp für die Kasseler Fachklinik verhängt. Mit Definition der WHO als Pandemie entschloss sich die Klinikleitung der Paracelsus-Elena-Klinik, konsequent zu handeln und stellte in Absprache mit den Behörden den stationären Betrieb der Klinik komplett ein. Dies bedeutete die schrittweise Entlassung der Parkinson-Patienten aus der Klinik in die häusliche Umgebung. „Unsere neurologischen Patienten gehören zur Hochrisikogruppe. Vielfach handelte es sich aufgrund von Begleiterkrankungen um multimorbide Patienten, die elektiv aus der gesamten Bundesrepublik aufgenommen werden. Unter den jetzigen Bedingungen sind diese Patienten am sichersten in den eigenen vier Wänden aufgehoben“, so Trenkwalder.

Um die eigentlich geplante stationäre Behandlung dieser Patienten, aber auch aller Patienten, die derzeit Bedarf an einer fachärztlichen Sprechstunde der Klinik haben, gut begleiten zu können, wurde diese digitale Infrastruktur sehr zeitnah nach Ende des stationären Klinikbetriebes aufgesetzt. „Paracelsus will künftig eine Vorreiterrolle bei der Digitalisierung der Medizin spielen. Wir haben Experten an Bord, die eine solche technische Infrastruktur relativ zügig aufbauen konnten, dafür bin ich sehr dankbar“, lobt Klinikmanager Arno Kühnel die schnelle Umsetzung des Projektes.

„Der Bedarf an Beratung und Begleitung ist groß. Wir möchten auch in Zeiten von Corona an der Seite unserer Patienten sein. In diesem Fall ist die digitale Lösung die beste“, bewertet Prof. Trenkwalder den Projektstart positiv. Die Paracelsus-Elena-Klinik ist die erste Klinik des Paracelsus-Konzerns, die mit der Videosprechstunde online geht. Weitere werden folgen.

Interessanter Link zu Corona

Auf der Seite https://corona.share-to-care.de haben Sie ebenfalls die Möglichkeit sich verschiedene Videos anzuschauen.

Die dortigen Videoclips informieren über verschiedene Themen wie das Virus, medizinische Notfälle, aber auch soziale Aspekte und Ängste. Sie beantworten Fragen wie zum Beispiel „Wann muss getestet werden?“, „Bin ich nach einer Infektion immun?“ und „Soll ich bei Verdacht zum Hausarzt gehen?“. Zusätzlich zu den Videoclips finden sich in schriftlicher Form Informationen etwa zum Verhalten, zu den häufigsten Symptomen und zu weiterführenden Links.

So bietet die Seite verlässliche Informationen und Orientierung im Umgang mit Covid-19.

Lieferengpässe bei Medikamenten

Parkinson Patienten sind im hohen Maße auf eine regelmäßige Versorgung mit Medikamenten angewiesen. Dies erleben Sie jeden Tag aufs Neue, sollten Sie einmal aus persönlichen Gründen oder durch besondere Umstände an der rechtzeitigen Einnahme Ihrer Medikamente gehindert worden sein. Die aktuelle Diskussion um mögliche Lieferengpässe beunruhigt daher viele Parkinson-Patienten. Je nachdem welches Medikament betroffen ist, kann dies zu gravierenden Auswirkungen bei ihre Erkrankung führen.

Um Sie rechtzeitig und umfassend auf mögliche Lieferengpässe hinzuweisen, stellen wir Ihnen diesen Link zur Verfügung. Diese Liste und die dort hinterlegten Informationen sollen mit dazu beitragen, dass Sie sich möglicherweise rechtzeitig auf die jeweilige Situation einstellen können oder aber in Absprache mit Ihrem Arzt eine medikamentöse Umstellung vornehmen.