Leben mit Corona

Erneut haben sich die Bundesregierung und die Länder auf schärfere Kontaktbeschränkungen geeinigt. Restaurants, Bars und Cafés müssen schließen. Dies gilt auch für Treffen von Selbsthilfegruppen. Aber muss die wachsende Infektionsgefahr alle Kontakte stoppen?

Hier einige Hinweise:

Gruppenaktivitäten

Die Gruppen der Deutschen Parkinson Vereinigung sind angehalten ihre geplanten Aktivitäten zunächst einmal bis zum 31. Dezember 2020 auszusetzen.

 

Aufenthalt im Krankenhaus

Bitte schauen Sie sich auf unserer Homepage die diesbezüglichen Informationen an. Herr Prof. Dr. Ebersbach hat hier die wichtigsten Punkte zusammengefasst.

 

Besuch des ambulant behandelnden Arztes

Auch hier verweisen wir Sie auf unsere Homepage, wo die wichtigsten Gesichtspunkte von Herrn Dr. Herbst und Herrn Dr. Wellach zusammengefasst wurden.

Bitte informieren Sie sich im Voraus !

 

Ambulanter Rehabilitationssport

Rehasport gehört zur medizinischen Versorgung und ist – sofern er medizinisch notwendig ist – grundsätzlich erlaubt. Dies ergibt sich aus §6 Abs.3 der neuen 12. Corona-Bekämpfungsverordnung. Allerdings ist die Ausübung eingeschränkt: Es gilt die Kontaktbeschränkung, Gruppenangebote sind verboten. Es sind daher nur Angebote für eine Person oder für mehrere Personen desselben Hausstands möglich.

Wir empfehlen daher den ärztlich verordneten Rehabilitationssport zunächst für die Monate November/Dezember 2020 auszusetzen.

 

Die AHA-Regel gilt weiter.

Abstand halten, Atemmaske tragen, die Hände oft waschen, häufig lüften. Das Risiko, sich aktuell zu infizieren, ist im Moment wesentlich höher als vor einigen Wochen. Da die Viren laut Robert-Koch-Institut überwiegend durch die Luft von Mensch zu Mensch übertragen werden, ist das Befolgen dieser Grundregeln notwendig.

 

Einkaufen- lieber einmal richtig statt öfter gehen

Wer alle zehn Tage in den Supermarkt oder in andere Geschäfte geht, um Sachen des täglichen Lebens einzukaufen, senkt erheblich das Risiko, sich zu infizieren. Daher: Lieber einmal richtig als mehrfach kleinere Besorgungen zu tätigen.

 

Richtige Zeiten bei Bus und Bahn nutzen

Viele Parkinson Patienten und deren Angehörige können ihren Tagesablauf weitgehendst selbst bestimmen. Daher sollte man Bus und Bahn nicht in den Hauptzeiten nutzen, um Infektionsmöglichkeiten zu minimieren.

 

Draußen treffen

In der Öffentlichkeit dürfen sich nur noch Personen zweier Haushalte treffen -insgesamt aber max. zehn Personen. Dies sollte auch für den privaten Bereich gelten. Um solche Treffen zu erleichtern, gibt es Wärmflasche, Heizdecken oder, ganz komfortabel, Heizstrahler. Es hat sich gezeigt, dass im Sommer die Infektionszahlen nur deshalb so sanken, weil die Menschen sich nur noch draußen verabredet haben. Daher sollte auch jetzt versucht werden, sich nach Möglichkeit draußen zu treffen.

  

Richtige Maske

Gerade Parkinson Patienten und deren Angehörige sollten sich dringend überlegen, statt einer modischen Atemmaske aus Stoff eine FFP2-Maske zu nutzen. Diese ist zwar nur einmal zu nutzen, doch sie sollen rund 95% der Viren wegfiltern. Normale Atemmasken schützen vorrangig andere Menschen vor den Viren des Trägers.

 

Sport treiben

Sport in der Gemeinschaft ist zurzeit leider nicht möglich. Aber individueller Sport wie Nordic-Walking, Radfahren oder das Wandern ist erlaubt und sollte praktiziert werden. Bei vielen Patienten hat sich gezeigt, dass die fehlende Ansprache zum Sporttreiben dazu geführt hat, sich weniger zu bewegen. Dies oft mit fatalen Auswirkungen auf die Krankheitssymptomatik. Daher sollte man auf diese Sportarten ausweichen, auch im Hinblick auf die eigene Erkrankung.

 

Gut schlafen

Schlafmangel führt zu Anfälligkeit von Infektionen. Wer kann, sollte daher viel schlafen. Gerade in der jetzigen Zeit zahlte sich aus, auf Schlafqualität zu achten.

 

Nachbarschaftshilfe

In der ersten Coronakrise gab es zahlreiche Angebote von jüngeren Menschen, die für ältere Mitbewohner Erledigungen machten, umso das Infektionsrisiko zu senken. Schauen Sie sich um, ob auch in Ihrer Stadt/Gemeinde es solche Angebote gibt. Solidarität ist angesagt angesichts der derzeitigen Lage.

 

Private Videokonferenzen

Viele Firmen haben ihre Kommunikation auf Videokonferenzen umgestellt. Dies ist auch im privaten Bereich möglich. So kann man mit Familie und Freunden Kontakt halten und sich austauschen. Nutzen Sie diese Möglichkeit. Lassen sich hierbei von Ihren Kindern oder Enkeln helfen.

 

Corona App

Allen Bürgern ist zu raten, die Corona-WARN-App auf Ihrem Smartphone zu installieren. Dies hat den Vorteil, dass man gewarnt werden kann, möglicherweise mit Corona infiziert zu sein. Dies meldet die App, sofern sich das eigene Handy länger in der Nähe des Smartphones eines anderen Menschen befand, der sich mit dem Corona Virus angesteckt hat. Nutzen Sie diese Möglichkeit zu Ihrer eigenen Sicherheit.

Wir wünschen Ihnen weiterhin alles Gute, vor allem bleiben Sie gesund!