Ernährungstipps

Im Laufe der Parkinson'schen Erkrankung verliert etwa jeder zweite Patient Körpergewicht. Gründe sind gestörte Energiebilanz und verminderte Nahrungsaufnahme. Die gestörte Energiebilanz ist auf die typischen Veränderungen in den Bewegungsabläufen zurückzuführen. Das Zittern, die Daueranspannung der Muskulatur und die Anstrengung, eine begonnene Bewegung zu Ende zu führen, kosten viel Kraft. Diese bezieht der Körper aus energiereicher Nahrung. Bekommt er weniger Energie als er braucht, greift er auf seine Energiereserven zurück. Werden sie nicht aufgefüllt, verliert der Organismus Gewicht. Wiegen ist eine einfache und sichere Methode, das Körpergewicht zu kontrollieren. Wichtig ist dabei, dass man sich immer zu den gleichen Bedingungen wiegt, z.B. morgens vor dem Frühstück, nach dem Gang zur Toilette, unbekleidet und ohne Hausschuhe.

So sieht eine ausgewogene Ernährung aus (vgl. dPV-Nachrichten Nr. 73):

 

 

 

 

 

 

 

Täglich reichlich Lebensmittel aus den Gruppen 1 - 5 auswählen,

weniger aus den Gruppen 6 und 7.

Bei Lebensmitteln aus der Gruppe 6 konsequent abwechseln.

 

Kein einziges Nahrungsmittel kann gleichzeitig alle Nährstoffe liefern, die der Körper braucht. Jedes Lebensmittel ist auf bestimmte Inhaltsstoffe spezialisiert.

Verschiedene Gründe führen bei der Parkinson'schen Krankheit dazu, dass zuwenig oder das Falsche gegessen wird:

  • Das Krankheitssymptom Depression
  • Eine unerkannte Osteoporose
  • Appetitlosigkeit und Übelkeit, oftmals Nebenwirkungen von Parkinsonmitteln
  • Schluckstörungen als Folge der beeinträchtigten Muskulatur