Anfangssymptome

Welche Anfangssymptome sind charakteristisch?

Wie schon beschrieben, sind die Frühsymptome der Erkrankung meist unspezifisch. Es wird von Beschwerden im Nacken- und Lendenwirbelbereich, aber auch von diffusen Rückenschmerzen berichtet. Bei einigen Patienten fällt auf, dass die Schrift immer kleiner und die Sprache leiser wird. Die Betroffenen klagen teilweise über Gehbeschwerden und schnelle Ermüdbarkeit. Nicht selten bemerken die Angehörigen ein vermindertes Mitschwingen eines Arms.

Der ärztliche Beirat der Deutschen Parkinson Vereinigung hat eine Liste mit möglichen Frühsymptomen des Krankheitsbildes herausgegeben. Sie können helfen, rechtzeitig an die Diagnose „Parkinson“ zu denken.

Mögliche Frühsymptome der Parkinson-Krankheit

Wenn Sie mehr als drei Fragen mit „ja“ beantworten, könnten dies erste Anzeichen für eine zugrundeliegende Parkinson-Erkrankung sein. Eine Diagnose kann aber ausschließlich der Arzt stellen!!

  • Kommt es vor, dass Ihre Hand zittert, obwohl sie entspannt aufliegt?
  • Ist ein Arm angewinkelt und schlenkert beim Gehen nicht mit?
  • Haben Sie eine vornüber gebeugte Körperhaltung?
  • Haben Sie einen leicht schlurfenden Gang oder ziehen Sie ein Bein nach?
  • Haben Sie einen kleinschrittigen Gang und kommt es häufig vor, dass Sie stolpern oder stürzen?
  • Leiden Sie an Antriebs- und Initiativemangel?
  • Haben Sie häufig Rückenschmerzen im Nacken-Schultergürtel-Bereich?
  • Haben Sie bemerkt, dass Sie sich von Ihren Freunden und Angehörigen zurückziehen, dass Sie Kontakte meiden und zu nichts Lust haben?
  • Haben Sie Veränderungen in Ihrer Stimme bemerkt? Ist sie monotoner und leiser als früher oder hört sich heiser an?
  • Haben Sie eine Verkleinerung Ihrer Schrift bemerkt?

Bitte beachten Sie, dass es sich bei dieser Liste um mögliche Frühsymptome handelt. Die Tatsache, dass Sie drei oder mehr Fragen mit ja beantworten, bedeutet keineswegs automatisch: Ich habe Parkinson! So wird z. B. insbesondere beim Zittern einer Hand relativ häufig an ein Parkinson-Syndrom gedacht. Dabei kann es sich aber auch nur um ein „Alterszittern“ handeln, das mit der Erkrankung Parkinson überhaupt nichts zu tun. Andererseits kann das Symptom „Zittern“ auch während des gesamten Krankheitsverlaufs fehlen. Bei 10% der Parkinson-Kranken tritt es überhaupt nicht auf. Die Diagnose bleibt also schwierig und erfordert die sorgsame Abklärung durch den Arzt.

Den körperlichen Symptomen können Depressionen häufig jahrelang vorausgehen. Solange die Symptomatik diffus ist, wird der Arzt höchstens differenzialdiagnostisch, also als Abgrenzung zu anderen Erkrankungen, an Parkinson denken und seine Verdachtsdiagnose dem Patienten nicht mitteilen, bis er Gewissheit hat.