Forschungsprojekte der dPV

45. Antragsteller: Prof. Dr. Thomas Gasser, Tübingen

Thema: Fellow Ship Projekt

 

Aufgrund der demografischen Entwicklung ist damit zu rechnen, dass die ambulanten Behandlungsmöglichkeiten für Parkinson Patienten unzureichend sind.

Immer weniger Ärzte entscheiden sich für die Facharztausbildung Neurologie.

Daher kommt es nicht nur in schwachstrukturierten Gebieten, sondern mittlerweile auch in Ballungsräumen zu Versorgungsengpässen bei Neurologen.

Das Projekt soll junge Ärzte für den Fachbereich Neurologie interessieren und sie hierbei unterstützen.

 

46. Antragsteller: Dr. Herbst, Stuttgart

Thema: „Qualitätsentwicklung in Neurologie und Psychiatrie (QUANUP

 

Vor dem Hintergrund der Einführung des Gesundheitsfonds sind viele Projekte zur integrierten Versorgung durch die Kostenträger gekündigt worden. Dies hat in vielen Bereichen zu einem Bruch in der ambulant/stationären Versorgung geführt.

Die Zusammenarbeit mit verschiedenen Fachgesellschaften und der dPV im QUANUP-Netz soll fortgesetzt werden.

Die umfangreiche Neurologieerfahrung der nichtärztlichen Mitarbeiter in neurologischen Praxen soll zielgerichteter den Parkinson Patienten und ihren Angehörigen zur Verfügung gestellt werden. Gemeinsam mit QUANUP schult die dPV Arzthelferinnen zur Praxisassistentin, die die Behandlung von Betroffenen in der Praxis unterstützen und den Praxisinhaber damit entlasten.

Die dPV steht mit den restlichen bewilligten Mitteln zur weiteren Finanzierung zur Verfügung, sobald Drittmittel der Industrie nicht mehr ausreichen.

Soweit die dPV die Fortbildung zur Praxisassistentin (PASS) unterstützt,

sind organisatorische und logistische Voraussetzungen geschaffen worden.

 

65. Antragsteller: Prof. Dr. med. Ceballos-Baumann, München

Thema: Studie zur Sicherheit und Wirksamkeit aktivierender Therapien bei Patienten mit Parkinson Syndrom, Fokus Gangstörungen und Haltungsanomalien.

Studiendauer: 5 Jahre

 

Obwohl eine gebeugte Haltung zu den Kennzeichen des Morbus Parkinson gehört, ist eine extreme Rumpfbeugung selten. Darunter wird eine unwillkürliche, markante Beugung des Rumpfes nach vorne verstanden, welche im Sitzen und Stehen bzw. Gehen auftritt und die sich im Liegen größtenteils oder vollständig zurückbildet. Kamptokormie kann primär als eigenes Krankheitsbild oder sekundär im Rahmen einer anderen Erkrankung (IPS, MSA) auftreten. Neben der Kamptokormie gibt es noch weitere, extreme axiale Störungen wie den Anterocollis oder das s.g. Pisasyndrom. Letzteres beinhaltet neben einer Vorwärtsbeugung des Rumpfes eine ausgeprägte, seitlich orientierte Flexion. Kamptokormie und Pisasyndrom kommen auch im Verlauf des IPS und der MSA vor, wobei die Kamptokormie häufiger beim IPS aufzutreten scheint. Diese Haltung verstärkt sich durch Aktion und Müdigkeit, bildet sich aber in Rückenlage fast oder vollständig zurück und bevorzugt höheres Lebensalter, männliches Geschlecht und lange Krankheitsdauer sowie ein Vorherrschen axialer Symptome, die wenig bis gar nicht auf Levodopa ansprechen.

Im Rahmen des Morbus Parkinson gibt es zwei Erklärungsansätze:

Ein zentraler Mechanismus, bei dem zusätzlich zu den dopaminergen Defiziten innerhalb der Basalganglien nicht dopaminerge, neuronale Dysfunktionen vorhanden sind und zwar sowohl in den Basalganglien als auch im Hirnstamm. Die Kamptokormie wird demnach als Aktions-Dystonie als Folge extremer Rigidität angesehen. Ein peripherer Mechanismus mit Atrophien und Fetteinlagerungen der paravertebralen Muskulatur als Myopathie oder Myositis.

Die Effektivität der Physiotherapie bei Morbus Parkinson ist bei Gleichgewichts- und Kraftdefiziten bereits durch Studien bewiesen, sofern spezifisch, repetitiv sowie hochfrequent trainiert wird. Darüber hinaus ist evident, dass die Rumpfkontrolle bei Parkinson Patienten beeinträchtigt und dies mit einem höheren Sturzrisiko verbunden ist. Bis zu 75% der Patienten stürzen, weil sie unfähig sind den Körperschwerpunkt beim Drehen, Aufstehen und Bücken zu kontrollieren. Training kann Transfers und somit das Ausführen von einfachen täglichen Aktivitäten erleichtern. Der Behandlungsansatz innerhalb der Physiotherapie bei Kamptokormie und Pisa-Syndrom ist bislang noch nicht durch Studien explizit untersucht und so empirisch.

 

83. Antragsteller: Frau Dr. Ellen Trautmann und Frau Prof. Dr. Mollenhauer, Paracelsus Elena Klinik, Kassel

Thema: Neuropsychologische und psychiatrische Untersuchungen bei Morbus Parkinson im Rahmen der DeNoPa-Studie

 

Die Studie hatte folgende Zielsetzung:

 

Die DeNoPa Studie der Paracelsus Elena Klinik in Kassel verfolgt die Zielsetzung der Erfassung nicht-motorischer (und hier insbesondere psychiatrischer) Symptome bei Morbus Parkinson und deren Einfluss auf die Lebensqualität zu Beginn der Erkrankung und zur Verbesserung der Frühdiagnose (und -therapie). Ferner sollen im weiteren Verlauf die nicht-motorischen Symptome und Biomarker während der Erkrankung und Validierung von möglichen prognostischen Markern für bestimmte Verläufe der Parkinson-Erkrankung untersucht werden.

Bisher wurden innerhalb von 2 Jahren 159 initial unbehandelte Parkinson-Patienten sowie 110 gesunde Kontrollpersonen klinisch gut charakterisiert und neben vielen anderen Parametern ausführlich neuropsychologisch untersucht.

Im Rahmen der Studie sollen durch die Bereitstellung von finanziellen Mitteln u.a. durch die dPV die 2. Psychologische Nachuntersuchung der in der DeNoPa Studie eingeschlossenen Patienten und der Kontrollgruppe abgedeckt werden.

Die geplante langfristige Untersuchung dieser Beeinträchtigung soll Aufschluss geben, welche Sub-Typen (mit und ohne kognitiver Beeinträchtigungen) sich entwickeln werden, d.h., ob und wie die Parkinson Erkrankung unterschiedlich verlaufen wird. Hier stehen vor allem die Beeinträchtigungen des Denkens, der Konzentration, der psychiatrischen Symptome im Vordergrund. Wichtig ist es auch herauszufinden, welche Untersuchungen helfen, diese Sub-Typen frühzeitig zu identifizieren, um langfristig zu klären, welche Behandlungen für welche Patienten optimal sind. Nur so wird es möglich sein, frühzeitig eine individuelle Behandlung auf den Patienten zugeschnitten einzuleiten. Hinsichtlich des Auftretens der psychiatrischen Beschwerden ist es bedeutsam zu klären, welchen langfristigen Verlauf Patienten mit frühzeitig auftretenden psychischen Beeinträchtigungen nehmen. Ebenso auch möglichst frühzeitig Patienten besser zu klassifizieren und so eine optimale Behandlung zu erreichen.

Bei Baseline konnten 159 Parkinson-Patienten und 110 gesunde, nach Alter, Geschlecht und Bildungsgrad gematchte Kontrollen zwischen 2009 und Anfang 2012 untersucht werden. Erste Folgeuntersuchungen wurden Anfang 2014 abgeschlossen. Bei 94% der Probanden (147 Patienten und 107 Kontrollen) konnten folgende Testungen durchgeführt werden:

Bei 24 Patienten wurde nach klinischer Folgeuntersuchung eine andere Erkrankung als ein idiopathischer Parkinson angenommen, zusätzlich hatte eine Kontrollperson einen parkinsonähnlichen Ruhetremor entwickelt und wurde in der weiteren Analyse ausgeschlossen.

Die Daten der neuropsychologischen Testung bei Basiserhebung und erster Folgeuntersuchung wurde ausgewertet. Dabei erwies sich keine der neuro-psychologischen Tests als hilfreich für die Abbildung der Progression der Parkinson Erkrankung. Bei allen Probanden (Patienten wie Kontrollen) zeigten sich nachlassende Leistungen in allen Domänen. Diese Verschlechterung verlief aber parallel und nicht signifikant deutlicher bei den Patienten. Die Auswertung zeigt, dass sich 30% kognitiv verschlechterten, während 47 kognitiv stabil blieben.

Da es sich um eine Langzeitstudie handelt (10 Jahre) ist der Teil, der die dPV Förderung betrifft abgeschlossen. Die Studie als solches aber nicht.

 

85. Antragsteller: Prof. Dr. Dr. H. Przuntek, Ev. Stiftung Augusta, Hattingen

Thema: Darm- Hirnachse bei Morbus Parkinson Mikrobiometrische Untersuchungen

 

Die Pathogenese der Parkinson Erkrankung ist bis heute nicht geklärt. Die aktuelle Anschauung sieht eine Agglomeration des Proteins Alpha-Synuklein als entscheidend für die Entwicklung der pathologischen Veränderungen an. Durch den immunhistochemischen Nachweis von Alpha-Synuklein positiver Ablagerungen, zu denen auch die Lewy-Körper zählen, wird die Erkrankung pathologisch definiert. Die hierzu entstandenen Arbeiten von Braak sind bekannt.

Die vorliegende Studie soll nach endogenen Faktoren suchen, die den mitochondrialen Stoffwechsel in enterischen Nervenzellen und angrenzendem Gewebe negativ beeinflussen. Unter den Faktoren, die für die oxidative Belastung des enterischen Milieus einen entscheidenden Platz einnehmen, spielt die bakterielle Besiedlung des Darmes eine bedeutsame Rolle. Soweit das gastrointestinale Mikrobiom aus einer umfangreichen bakteriellen Gemeinschaft besteht, die wesentlich im unteren Darmbereich angesiedelt ist und symbiotisch mit dem Wirt, also dem Menschen lebt, ist eine entsprechende Untersuchung notwendig. Erst die neuerdings verfügbaren Techniken des Ultra-Deep-Sequencing haben es ermöglicht, das gastrointestinale Mikrobiom in großer Detailliertheit zu beschreiben. Dabei haben sich bereits Assoziationen der Zusammensetzung der Darmflora mit verschiedenen Erkrankungen ergeben.

Ausgehend hiervon soll der Überlegung nachgegangen werden, ob lokale Störungen im Darmmilieu verantwortlich sind für das Entstehen der spezifischen pathologischen Veränderungen des Parkinson Syndroms. Hierbei ist die Analyse individueller Unterschiede des Mikrobioms des Menschen als mögliche Kausalität sinnvoll, um evtl. weitere therapeutische Strategien zu entwickeln.

 

92. Fortführung der Studie zum Thema „Entwicklung und Etablierung einer internetgestützten Beratungsplattform bei emotionalen und interaktionellen Problemen von (jüngeren) Parkinson Patienten und ihren Familien.

Antragsteller: Prof. Dr. Bernd Leplow, Halle (Saale)

 

Mit diesem Vorhaben soll eine internetgestützte Beratungsplattform entwickelt und etabliert werden, über welche zunächst bei jüngeren Parkinson Patienten und ihren Familien die für diese Personengruppen spezifischen emotionalen und interpersonellen Belastungen gemildert werden können.

Dadurch soll erreicht werden, dass sich die gegebenen motorischen Einschränkungen und nicht-motorischen Symptome so wenig wie möglich auf die Lebenssituation dieser Parkinson-Familien auswirken.

Aufbauend auf einer gezielten Diagnostik interaktioneller Belastungen wird ein modularisiertes Kurzzeit-Kriseninterventionskonzept entwickelt, welches vor Ort von Mitarbeitern/-innen der Parkinson-Fachkliniken und anderen Zentren sowie von geschulten Laienhelfern eingesetzt und mit Hilfe elektronischer Medien über eine zentrale Anlaufstelle längere Zeit begleitet werden kann.

Damit besteht ein weiteres, technisches Ziel dieses Vorhabens darin, bei begrenzten therapeutischen Ressourcen ein Interventionskonzept zu entwickeln, welches bei verteilt im Bundesgebiet lebenden Patienten mit unterschiedlichen emotionalen und interaktionellen Problemlagen effizient einsetzbar ist.

Das Projekt soll der dPV zur langfristigen Anwendung zur Verfügung gestellt werden.

 

93. Antragsteller: Dr. Uwe Radeloff / Prof. Dr. Kupsch, Berlin

Thema: Gewinnung von frischem Zellmaterial lebender Parkinson Patienten

 

Ziel des Projektes ist es, von Parkinson Patienten, die sich einer Tiefenhirnstimulation unterziehen, im Rahmen der Operation Zellmaterial zu gewinnen. Im Verlauf der Operation werden vor der endgültigen Implantation Testsonden verwendet. Nach Entfernung der Testsonden befinden sich an diesen Gewebeteile, die aufbereitet und für weitere Testzwecke verwendet werden sollen.

Erste Teilergebnisse liegen vor. Folgeantrag ist gestellt und befindet sich in der Beratung.

 

94. Antragsteller: Frau Prof. Dr. Mollenhauer, Kassel

Thema: Autopsie von Patienten im Rahmen der DeNopa Studie

 

Soweit im Rahmen der DeNopa-Langzeitstudie vor Abschluss Probanden versterben, sollen deren Gehirne, obduziert werden.

Diese Untersuchungen dienen dazu, die molekulare Pathologie der Patienten besser zu verstehen.

Zu diesem Zweck hat sich die dPV bereit erklärt, für Probanden, die zwischen dem 01. Januar 2015 und dem 31. Dezember 2017 versterben, die Kosten der Autopsie zu übernehmen.

Die Teilstudie ist verlängert worden, da nicht genügend Autopsien stattgefunden haben. Die Ergebnisse fließen in die Ergebnisse der Langzeitstudie ein.

 

95. Antragsteller: Prof. Dr. Jürgen Wasem, Essen

Thema: Medikationskosten bei Morbus Parkinson unter besonderer Berücksichtigung von Aut-idem Substitutionen

 

Parkinson Patienten werden in ihrer medikamentösen Behandlung durch die bestehende Aut-idem Regelung geschädigt.

Aufgrund der Rabattverträge kommt es immer wieder zu einem Austausch von Medikamenten, die bei Parkinson Patienten zu Wirkungsschwankungen und Schlafstörungen führen können.

Politisches Ziel der dPV ist es, eine Sonderregelung für Parkinson Patienten im Rahmen der jetzigen Aut-idem Regelung zu implementieren.

Das Gutachten soll dazu führen, die bestehende Diskussion zu versachlichen und auf entsprechende Einsparmöglichkeiten bei einer Ausnahmeregelung zu verweisen.

Das Gutachten liegt vor. Das Projekt ist abgeschlossen.

 

96. Antragsteller: Dr. Mathias Wille, Aachen

Thema: Individuelle und situative Tremor-Kompensation bei der Interaktion mit Computer-Mäusen

 

Für Personen mit Handtremor ist die Eingabe am Computer erschwert, da ihre gewünschte Steuerbewegung mit der Computer-Maus von dem nicht intentionalen Tremor überlagert wird. Bisher entwickelte Softwarelösungen zur Tremor-Kompensation decken dabei weder individuelle noch situative Unterschiede ab und können dafür auch nur eingeschränkt eingesetzt werden.

Ziel ist es, eine tremorkompensierende Computer-Maus zu entwickeln.

Der Prototyp liegt vor. In einer Testphase soll nun das Ergebnis auf seine Alltagstauglichkeit geprüft werden.

 

98. Antragsteller: Prof. Dr. Klostermann, Charité, Berlin

Thema: Effekte physiotherapeutischer Intervention auf motorische und kognitive Symptome von Parkinson Patienten

 

Der Antrag beruht auf der Annahme, dass die „Ressource Physiotherapie“ in Bezug auf die verschiedenen Symptomprofile von Menschen mit Parkinson Erkrankung relativ unspezifisch eingesetzt wird und infolgedessen Behandlungspotentiale ungenutzt bleiben.

Es erscheint daher wichtig, eine empirische Basis für gezielte Behandlungsstrategien zu schaffen.

Insbesondere interessiert, ob durch einen differenzierten Einsatz unterschiedlicher bewegungsbezogener Interventionen neben motorischen auch kognitive Symptome verbessert werden können – analog Effekten, die bezüglich dementieller Erkrankungen gezeigt wurden.

 

99: Antragsteller: Prof. Dr. Ebersbach, Beelitz

Thema: Feedback-basiertes Armschwung-Training bei Parkinson

 

Durch die Firma Nagual Sounds wurde die nicht-kommerzielle App „CuraSwing“ entwickelt. Diese App generiert beim Gehen ein biomarker-basiertes Musik-Feedback für den Armschwung. Der Patient erfährt mit zunehmendem Armschwung eine intensiver werdende Musik. Dabei werden durch verschiedene Klangkomponenten eine Verbesserung der Bewegungsamplitude und eine Zunahme der Trainingsmotivation angeregt. Dies wirkt sich unmittelbar positiv auf den Armschwung aus und beeinflusst das gesamte Gangbild einschl. der Schrittlänge.

Das Projekt ist abgeschlossen. Die App steht zur Verfügung.

 

100. Antragsteller: Dr. Klietz, MHH Hannover

Thema: Querschnittsuntersuchung von Patientenverfügungen von Parkinson Patienten

 

Ziel des Projektes ist es, einen repräsentativen Querschnitt über derzeit bestehende Patientenverfügungen bei Parkinson Patienten zu generieren.

Im Zusammenhang mit der aktuellen Rechtsprechung soll eine neue Mustervorlage für eine Patientenverfügung von Parkinson Patienten erstellt werden.

Das Ergebnis der Studie ist zur Veröffentlichung eingereicht und angenommen worden. In Kürze wird eine Veröffentlichung in der LMZ erfolgen.

 

101. Antragsteller: Prof. Dr. Lars Tönges, Uni Bochum

Thema: Einfluss der multidisziplinären Parkinson-Komplextherapie auf Lebensqualität, Motorik und andere Funktionen bei Patienten mit idiopathischem Parkinson Syndrom

 

Bei dem Projekt sollen Parkinson Patienten eine Woche vor, während einer elektiv stationären zweiwöchigen Behandlung zur Parkinson-Therapieoptimierung und eine Woche danach untersucht werden.

Zur Anwendung kommt ein Untersuchungsprotokoll der Arbeitsgruppe Neurogeriatrie der die Auswertung der Daten im Vergleich zu einer bereits zuvor erhobenen Untersuchungsgruppe von 400 allgemein neurogeriatrischen Patienten mit Sensortechnik in Kooperation begleitet.

Ziel der Untersuchung ist die Entwicklung von quantitativen Zielparametern für die Erfassung von Einschränkungen von Gang-, Gleichgewicht- und Exekutivfunktionen bei Parkinson Patienten, die Evaluation und Prädiktion des Behandlungserfolgs dieser Einschränkungen.

 

102. Antragsteller: QUANUP Dr. med. Heinz-Peter Herbst, Stuttgart

Thema: Datenbankprojekt

Verlässliche Daten zur Prävalenz der Erkrankung liegen nicht vor. Auch wichtige Versorgungsaspekte, wie z.B. die Anwendung nicht medikamentöser Therapien, der Krankheitsprogression verschiedener Krankheitstypen und der Einsatz invasiver Therapieverfahren bei Parkinson Patienten sind nur teilweise bekannt. Um präzise Daten zur Prävalenz der Erkrankung, der Häufigkeit und Ausprägung der klinischen Verlaufstypen über die Versorgungssituation in niedergelassenen Spezialpraxen zu erhalten, plant QUANUP den Aufbau einer internetbasierten Datenbank.

 

103. Antragsteller: Prof. Dr. Carsten Eggers, Marburg

Thema: Verbesserung der Selbstwahrnehmung von Parkinson Patienten durch Achtsamkeit und deren funktionelles Korrelat im restingstate fMRT

Mit Hilfe eines körperorientierten Achtsamkeitstrainings soll die verminderte Selbstwahrnehmung motorischer Symptome verbessert und eine psychologische Ressource aufgebaut werden, um die ärztliche Versorgung und einen positiven Krankheitsverlauf zu fördern und die Lebensqualität von Patienten auf allen Ebenen zu steigern.

Neuss, 01. April 2020